Planetensichtbarkeiten

im aktuellen Quartal

Das Wort Planet geht auf den griechi­schen Begriff „planētēs” zurück, der soviel bedeutet wie „umher­irren” oder „umher­schweifen”. Alle Planeten, also auch die Erde, ändern auf Ihrer Bahn um die Sonne stehts ihre Position und sind immer wieder an anderer Stelle am Himmel zu finden. 


Sichtbarkeiten von Januar bis März 2026

Der „schüch­terne“ Merkur ist nur schwer zu beobachten. Da er der Sonne am Nächsten ist, muss er sich weit „rechts“ oder „links“ von der Sonne befinden (also einen großen Winkel­ab­stand zur Sonne haben), damit er von der Erde aus gesehen werden kann. Wer Merkur zwischen Januar und März mit bloßem Auge am Himmel entdecken möchte, kann Mitte Februar am Abend­himmel nach ihm Ausschau halten. Sucht direkt nach Sonnen­un­ter­gang in der zuneh­menden Dunkel­heit in Richtung WSW. Merkur wandert schnell vom Sternbild Wasser­mann in Richtung Fische. Am 19.02., schon fast im Sternbild Fische angekommen, hat er seinen größten Winkel­ab­stand zur Sonne und kann bei guten Bedin­gungen, nahe der schmalen Sichel des zuneh­menden Mondes, am längsten beobachtet werden.

Die Venus taucht ab Mitte Februar am Abend­himmel auf. Haltet in Richtung der unter­ge­gan­genen Sonne knapp über dem Horizont nach ihr Ausschau. Im März baut sie im Sternbild Fische ihre Abend­sicht­bar­keit weiter aus und wird mehr und mehr zum strah­lenden „Abend­stern“.

Der Planet Mars bleibt den gesamten Beobach­tungs­zeit­raum unsichtbar. Er taucht erst im Juli 2026 wieder am Morgen­himmel auf.

Jupiter strahlt den gesamten Beobach­tungs­zeit­raum am Nacht­himmel. Er wandert weiterhin langsam durch das Sternbild Zwillinge, das jetzt im Winter hoch am Himmel steht.  Am 10. Januar erreicht er seinen Opposi­ti­ons­punkt und damit seinen erdnächsten Punkt. Er ist jetzt das hellste natür­liche Objekt am Nacht­himmel (nach dem Mond).

Der Ringplanet Saturn, verab­schiedet sich nun langsam vom Nacht­himmel. Im Januar ist er noch gut in den frühen Abend­stunden in W‑SW-Richtung über dem Horizont zu entdecken (im Sternbild Fische). Im Februar kommt er jedoch der Sonne – scheinbar – immer näher und verschwindet Ende Februar schon kurz nach der Sonne hinter dem Horizont. Bis Juni bleibt er unbeob­achtbar bevor er langsam, jetzt in den frühen Morgen­stunden, wieder am Nacht­himmel erscheint.

Der auch unter idealen Bedin­gungen äußerst licht­schwache Uranus wandert weiterhin sehr langsam durch das Sternbild Stier, das immer noch hoch am Himmel steht. Bis März verfrüht er aller­dings seine Unter­gänge deutlich und kann nur in der ersten Nacht­hälfte beobachtet werden – ein Teleskop und geübte Augen voraus­ge­setzt.

Der sonnen­fernste Planet Neptun ist noch bis Mitte Februar am Abend­himmel zu entdecken. Er steht jetzt dicht bei Saturn, der als Auffind­hilfe dienen kann. Neptun ist aller­dings auch unter idealen Sicht­be­din­gungen für das bloße Auge unsichtbar. Er kann nur mit einiger Übung und geeig­neter Teles­ko­p­technik am Nacht­himmel beobachtet werden.

Fotos & Bilder: SkyChart/Planetarium Wolfsburg/NASA/ESA


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