Der aktuelle Sternenhimmel

Der Sternenhimmel
Juni bis August 2026
Die langen lauen Sommernächte laden auf einen Blick zum Sternenhimmel ein, der mit den beiden hellsten Sternen des nördlichen Nachthimmels aufwarten kann.
Der rötlich schimmernde Arktur (oder Arkturus) im Sternbild Bärenhüter stand schon im Frühling hoch am Himmel und ist nicht nur einer der hellsten Sterne, sondern auch der wohl älteste Stern, den wir am Nachthimmel sehen können. Der rote Riesenstern ist etwa doppelt so alt wie unser Sonnensystem (also ca. 8 Milliarden Jahre!) und bewegt sich mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit durch die Galaxis. In etwa 500.000 Jahren wird er sich auf seiner Bahn um das galaktische Zentrum so weit von der Erde entfernt haben, dass er für das bloße Auge unsichtbar wird.
Nur geringfügig leuchtschwächer ist Vega (auch Wega), der zweithellste Stern am nördlichen Nachthimmel. Sie ist mit rund 500 Millionen Jahren ein noch junger Stern und etwa 25 Lichtjahre von uns entfernt – also praktisch ein kosmischer Nachbar. Vega ist der Hauptstern im Sternbild Leier, das zu den drei Sternbildern des Sommerdreiecks gehört. Das Sommerdreieck setzt sich aus den hellsten Sternen der Sternbilder Leier, Adler und Schwan zusammen und wird von Atair und Deneb vervollständigt.
Ganz besonders schön ist jetzt in klaren dunklen Nächten das Band der Milchstraße, das sich hoch über den Himmel wölbt und mitten durch das Sommerdreieck verläuft. Wer es selbst einmal bewundern möchte, sollte allerdings die Städte meiden. In und im Umfeld unserer Städte verhindern künstliche Lichtquellen den Blick auf das Milchstraßenband, das nur unter wirklich dunklen Bedingungen sichtbar wird.
Planetenfreunde können noch bis in den Juli hinein die Venus tief am westlichen Abendhimmel entdecken. In der zweiten Nachthälfte schieben sich langsam Saturn und Mars an den Nachthimmel. Saturn entdecken wir im Sternbild Fische und Mars wandert im Beobachtungszeitraum vom Widder durch den Stier und wird im August die Zwillinge erreichen. Jupiter zieht sich vom Nachthimmel zurück und wird ab Ende Juni unbeobachtbar.
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