Der aktuelle Sternenhimmel

Das Bild zeigt den Sternen­himmel über Wolfsburg am 15. Juli 2026 gegen 23:00 Uhr MESZ

Der Sternenhimmel
Juni bis August 2026

Die langen lauen Sommer­nächte laden auf einen Blick zum Sternen­himmel ein, der mit den beiden hellsten Sternen des nördli­chen Nacht­him­mels aufwarten kann.

Der rötlich schim­mernde Arktur (oder Arkturus) im Sternbild Bären­hüter stand schon im Frühling hoch am Himmel und ist nicht nur einer der hellsten Sterne, sondern auch der wohl älteste Stern, den wir am Nacht­himmel sehen können. Der rote Riesen­stern ist etwa doppelt so alt wie unser Sonnen­system (also ca. 8 Milli­arden Jahre!) und bewegt sich mit ungewöhn­lich hoher Geschwin­dig­keit durch die Galaxis. In etwa 500.000 Jahren wird er sich auf seiner Bahn um das galak­ti­sche Zentrum so weit von der Erde entfernt haben, dass er für das bloße Auge unsichtbar wird.

Nur gering­fügig leucht­schwä­cher ist Vega (auch Wega), der zweit­hellste Stern am nördli­chen Nacht­himmel. Sie ist mit rund 500 Millionen Jahren ein noch junger Stern und etwa 25 Licht­jahre von uns entfernt – also praktisch ein kosmi­scher Nachbar. Vega ist der Haupt­stern im Sternbild Leier, das zu den drei Stern­bil­dern des Sommer­drei­ecks gehört. Das Sommer­dreieck setzt sich aus den hellsten Sternen der Stern­bilder Leier, Adler und Schwan zusammen und wird von Atair und Deneb vervoll­stän­digt.

Ganz besonders schön ist jetzt in klaren dunklen Nächten das Band der Milch­straße, das sich hoch über den Himmel wölbt und mitten durch das Sommer­dreieck verläuft. Wer es selbst einmal bewundern möchte, sollte aller­dings die Städte meiden. In und im Umfeld unserer Städte verhin­dern künst­liche Licht­quellen den Blick auf das Milch­stra­ßen­band, das nur unter wirklich dunklen Bedin­gungen sichtbar wird.

Plane­ten­freunde können noch bis in den Juli hinein die Venus tief am westli­chen Abend­himmel entdecken. In der zweiten Nacht­hälfte schieben sich langsam Saturn und Mars an den Nacht­himmel. Saturn entdecken wir im Sternbild Fische und Mars wandert im Beobach­tungs­zeit­raum vom Widder durch den Stier und wird im August die Zwillinge erreichen. Jupiter zieht sich vom Nacht­himmel zurück und wird ab Ende Juni unbeob­achtbar.


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