Der aktuelle Sternenhimmel

Bildquelle: Planetarium Wolfsburg
Der Sternenhimmel
Dezember 2025 bis Februar 2026
Der nächtliche Winterhimmel gilt – nicht nur wegen seiner Dunkelheit – als der schönste des Jahres. Einige der (für das bloße Auge) hellsten Sterne tummeln sich jetzt dicht beieinander am Nachthimmel.
Die dominierende Konstellation ist das Wintersechseck. Seine sechs Sterne gehören alle zu den 20 hellsten des Himmels und vier davon schaffen es sogar unter die Top 10. Ganz im Süden funkelt der Sirius. Er ist der Hauptstern im Sternbild Großer Hund und der hellste Stern des Nachthimmels überhaupt. Im Uhrzeigersinn geht es weiter mit Prokyon im Kleinen Hund, Pollux in den Zwillingen (daneben schimmert der etwas leuchtschwächere Stern Kastor), Kapella im Fuhrmann, dem rötlich schimmernden Aldebaran im Stier und schließlich Rigel im Sternbild Orion.
Der Jäger Orion gehört zu den auffallendsten Sternbildern des Nachthimmels. Insbesondere seine drei „Gürtelsterne“ Mintaka, Alnilam und Alnitak, die etwa in gleichem Abstand wie auf einer Perlschnur aufgereiht nebeneinanderstehen, sind kaum zu übersehen. Knapp unterhalb der Gürtelsterne ist mit bloßem Auge eines der aktivsten Sternentstehungsgebiete in unserer galaktischen Nachbarschaft zu erkennen – der Orionnebel (gelber Kreis). In über 1300 Lichtjahren Entfernung entstehen hier in einer gigantischen Wolke aus Gas und Staub neue Sterne, die mit ihrem Licht die Wolke hell erstrahlen lassen.
Das hellste Objekt am Nachthimmel (natürlich nach dem Mond) ist jetzt der Gasriese Jupiter, der die ganze Nacht zu beobachten ist und als strahlendes Pünktchen im Sternbild Zwillinge problemlos entdeckt werden kann. Der Ringplanet Saturn ist in den Abendstunden noch in W‑SW-licher Richtung zu entdecken, bevor er hinter dem Horizont versinkt. Wer es einmal versuchen möchte, kann jetzt auch nach Uranus Ausschau halten. Er steht nicht weit vom Sternengrüppchen der Plejaden entfernt hoch am Himmel im Sternbild Stier und ist insbesondere in der ersten Nachthälfte ein lohnendes Objekt für Planetenjäger*innen (Teleskop erforderlich!).
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