Der aktuelle Sternenhimmel

Das Bild zeigt den Himmel über Wolfsburg am 15.01.2026 gegen 22:00 Uhr MEZ.
Bildquelle: Plane­ta­rium Wolfsburg

Der Sternenhimmel
Dezember 2025 bis Februar 2026

Der nächt­liche Winter­himmel gilt – nicht nur wegen seiner Dunkel­heit – als der schönste des Jahres. Einige der (für das bloße Auge) hellsten Sterne tummeln sich jetzt dicht beiein­ander am Nacht­himmel.

Die dominie­rende Konstel­la­tion ist das Winter­sechseck. Seine sechs Sterne gehören alle zu den 20 hellsten des Himmels und vier davon schaffen es sogar unter die Top 10. Ganz im Süden funkelt der Sirius. Er ist der Haupt­stern im Sternbild Großer Hund und der hellste Stern des Nacht­him­mels überhaupt.  Im Uhrzei­ger­sinn geht es weiter mit Prokyon im Kleinen Hund, Pollux in den Zwillingen (daneben schimmert der etwas leucht­schwä­chere Stern Kastor), Kapella im Fuhrmann, dem rötlich schim­mernden Aldebaran im Stier und schließ­lich Rigel im Sternbild Orion.

Der Jäger Orion gehört zu den auffal­lendsten Stern­bil­dern des Nacht­him­mels. Insbe­son­dere seine drei „Gürtel­sterne“ Mintaka, Alnilam und Alnitak, die etwa in gleichem Abstand wie auf einer Perlschnur aufge­reiht neben­ein­an­der­stehen, sind kaum zu übersehen. Knapp unterhalb der Gürtel­sterne ist mit bloßem Auge eines der aktivsten Stern­ent­ste­hungs­ge­biete in unserer galak­ti­schen Nachbar­schaft zu erkennen – der Orion­nebel (gelber Kreis). In über 1300 Licht­jahren Entfer­nung entstehen hier in einer gigan­ti­schen Wolke aus Gas und Staub neue Sterne, die mit ihrem Licht die Wolke hell erstrahlen lassen.

Das hellste Objekt am Nacht­himmel (natürlich nach dem Mond) ist jetzt der Gasriese Jupiter, der die ganze Nacht zu beobachten ist und als strah­lendes Pünktchen im Sternbild Zwillinge problemlos entdeckt werden kann. Der Ringplanet Saturn ist in den Abend­stunden noch in W‑SW-licher Richtung zu entdecken, bevor er hinter dem Horizont versinkt. Wer es einmal versuchen möchte, kann jetzt auch nach Uranus Ausschau halten. Er steht nicht weit vom Sternen­grüpp­chen der Plejaden entfernt hoch am Himmel im Sternbild Stier und ist insbe­son­dere in der ersten Nacht­hälfte ein lohnendes Objekt für Planetenjäger*innen (Teleskop erfor­der­lich!).


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