Der aktuelle Sternenhimmel

Das Bild zeigt den Sternen­himmel über Wolfsburg am 15. Oktober 2026 gegen 22:00 Uhr MESZ

Der Sternenhimmel
September bis November 2026

Am 23. September – um genau 02:05 Uhr MESZ – ist astro­no­mi­scher Herbst­an­fang. Die Sommer­stern­bilder wandern langsam gen Westen und machen nun den Herbst­stern­bil­dern Platz. Noch funkeln aber die drei Sterne des Sommer­drei­ecks – Vega, Atair und Deneb – am südwest­li­chen Nacht­himmel und zumindest Vega und Deneb versinken in unseren Beiten auch nie ganz hinter dem Horizont.

Den herbst­li­chen Himmel dominieren die vier Sterne des Herbst­vier­ecks, auch „Pegasus­qua­drat“ genannt. Es setzt sich aus Sternen der Stern­bilder Pegasus und Andromeda zusammen. Andromeda steuert den hellen Stern Sirrah (oder Alpheratz) bei, bei dem es sich eigent­lich um einen Doppel­stern handelt. Sein Begleiter ist aller­dings für das bloße Auge unsichtbar. Im Sternbild Andromeda ist in sehr dunklen klaren Nächten schon mit bloßem Auge die Andro­me­da­ga­laxie (auch „Andro­me­da­nebel“) zu entdecken, die große Nachbar­ga­laxie unserer Milch­straße. Die restli­chen drei Sterne der Herbst­vier­ecks gehören zum Pegasus, dem geflü­gelten Pferd aus der griechi­schen Mytho­logie, das den Helden Perseus über den Himmel trug, um seine Geliebte Andromeda vor dem Meerun­ge­heuer Ceto zu retten. Auch Ceto steht zu dieser Jahres­zeit am Nacht­himmel. Auf modernen Stern­karten wird dieses Sternbild aller­dings als „Walfisch“ bezeichnet.

Plane­ten­jäger kommen im Herbst wieder ganz auf ihre Kosten. Der Ringplanet Saturn wandert vom Sternbild Fische in den Walfisch und nähert sich langsam seinem Opposi­ti­ons­punkt, den er Anfang Oktober erreicht. Dann kann er die ganze Nacht am Himmel beobachtet werden. Nicht weit vom Saturn entfernt im Sternbild Fische können geübte Hobbyastronom*innen den Neptun entdecken. Er ist aller­dings nur mit dem Teleskop zu sehen. Uranus folgt aus östlicher Richtung. Er steht zwischen Aldebaran und den Plejaden im Sternbild Stier und kann unter seltenen perfekten Bedin­gungen mit bloßem Auge erkannt werden (wir empfehlen ein Teleskop zu verwenden). In den frühen Morgen­stunden schieben sich Mars und Jupiter an den Himmel. Man findet sie in den Stern­bil­dern Krebs (Mars) und Löwe (Jupiter).


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