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Wissenschaftliche Vorträge

im Planetarium Wolfsburg


Foto: Flammarions Holzstich

Termin

Mittwoch

04.03.2020

19:00

3 Wissenschaftlerinnen, 3 Geschichten

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Dauer: ca. 60-70 Minuten
 

Frauen in der Wissenschaft – das gab es, so belegen historische Zeugnisse, schon seit der Antike. Eben solange kämpfen Frauen auf der ganzen Welt um die Anerkennung ihrer Leistungen – in vielen Regionen bis heute.

Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März 2020 erzählen drei Wissenschaftlerinnen des Planetariums Wolfsburg von drei großen Frauen und Persönlichkeiten der Weltgeschichte, die diesen Kampf zu ganz unterschiedlichen Zeiten und auf ganz unterschiedliche Weise geführt haben – manchmal vergeblich, aber nie umsonst!

Eine Veranstaltung nicht nur für Frauen!


Foto: Prof. Dr. Frank Postberg

Termin

Mittwoch

18.03.2020

19:00

Prof. Dr. Frank Postberg

Leben im äußeren Sonnensystem?

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 60-70 Minuten
 

Seit die Raumsonde Cassini von 2004 bis 2017 den Ringplaneten besuchte, ist Saturns bemerkenswerter Eismond Enceladus in den Fokus der Wissenschaft gerückt. Die Instrumente der Sonde entdeckten dort gewaltige Fontänen aus Eispartikeln und Gas. Diese schießen aus stark erwärmten Öffnungen am Südpol des Mondes hunderte Kilometer in die Höhe. Ein Ozean der sich unter dem -200°C kalten Eispanzer verbirgt, erwies sich als Quelle dieser „Cryo-Vulkane“. Inzwischen geht man davon aus, dass es sogar heiße Gebiete in den Tiefen des Ozeans gibt, ähnlich den Hydrothermalschloten am Grunde der irdischen Ozeane. In der kurzen Liste der Himmelskörper in unserem Sonnensystem auf denen man Leben finden könnte, belegt Enceladus seit diesen Entdeckungen einen Spitzenplatz.


Foto: The chestnut creative

Termin

Mittwoch

29.04.2020

19:00

Dr. Anna Franckowiak

Jagd nach Geisterteilchen – Neutrino-Astronomie am Südpol

 

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 60-70 Minuten
 

Neutrinos sind die außergewöhnlichsten Teilchen unter den uns bekannten Elementarteilchen. Sie besitzen eine winzige Masse (einige Millionstel der Elektronenmasse) und keine elektrische Ladung. Die kleinen Teilchen werden zum Beispiel in Kernspaltung und Kernfusion erzeugt.  

Diese Eigenschaften erlauben es den Neutrinos sogar aus Orten zu entkommen, in denen die Materie so dicht ist, dass Licht absorbiert wird - zum Beispiel aus dem Inneren der Sonne. Somit können Neutrinos einzigartige Informationen liefern, die der klassischen Astronomie verborgen bleiben. Die gleichen Eigenschaften sorgen leider auch dafür, dass Neutrinos enorm schwer nachzuweisen sind. Gigantische Detektoren sind erforderlich um die extrem seltenen Fälle, in denen ein Neutrino einen Atomkern trifft und eine sichtbare Spur hinterlässt, nachzuweisen. Daher wurde das IceCube Neutrino Observatorium im glasklaren Eis des Südpols gebaut. Mit einem instrumentierten Volumen von einem Kubikkilometer (das entspricht ca. 400000 olympischen Schwimmbädern) ist es der größte Teilchendetektor der Welt. 

Von besonderem Interesse sind hochenergetische Neutrinos, die in den energiereichsten Prozessen im Universum erzeugt werden, zum Beispiel durch explodierende Sterne oder von aktiven schwarzen Löchern. Dank ihrer einzigartigen Eigenschaften können Neutrinos uns einen Einblick in bisher unverstandene Prozesse im Universum liefern.


Foto: Georg-August-Universität Göttingen

Termin

Mittwoch

27.05.2020

19:00

Dr. Volker Bothmer

Parker Solar Probe – Der Sonne zum Greifen nah

 

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 60-70 Minuten
 

Nach ihrem erfolgreichen Start am 12. August 2018 hat die NASA Parker Solar Probe Raumsonde Ende Januar 2020 bereits Daten von vier Sonnenumläufen aus bisher unerreichter Nähe geliefert. Sie wird in den kommenden Jahren, nach weiteren Vorbeiflügen an der Venus, die äußere Sonnenatmosphäre, die Sonnenkorona, erstmals direkt durchfliegen. Dann hat sich die Sonde der sichtbaren Sonnenoberfläche auf etwa 6 Millionen Kilometer genähert, d. h. bis auf vier Prozent des Abstands Sonne-Erde, der 150 Millionen Kilometer beträgt. Dabei wird Parker Solar Probe einige Rekorde aufstellen. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 692.000 km/h ist sie der Menschheit schnellstes jemals geschaffenes Objekt und kann die Strecke Göttingen-Wolfsburg in weniger als einer Sekunde zurücklegen.

Die Sonde muss Temperaturen von bis zu 1371° Grad Celsius standhalten.
Die Messungen der wissenschaftlichen Instrumente an Bord der Sonde, die sich hinter einem speziell für die Mission entwickelten Hitzeschild befinden, sollen helfen, erstmals die Ursprünge und Beschleunigungsmechanismen des Sonnenwindes, das Entstehen von Sonnenstürmen und die Ursachen für die enorme Hitze der Korona zu klären.

Im Vortrag werden die Entwicklung dieser einzigartigen Weltraummission, der aktuelle Stand der Mission und die neusten Ergebnisse dargestellt, die gerade im Dezember 2019 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurden.
Die Parker Solar Probe wird durch die soeben gestartete Solar Orbiter Mission in idealer Weise ergänzt.

Dr. Volker Bothmer ist Projektleiter des deutschen Beitrags zur Parker Solar Probe Mission und Mitglied des NASA „Solar Probe Science and Technology Definition Team“.


Foto: Rainer Bartoschewitz

Termin

Dienstag

30.06.2020

19:00

Rainer Bartoschewitz

Meteorite – Puzzleteile aus der Frühzeit unseres Sonnensystems

 

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 60-70 Minuten
 

Am 30. Juni 2020 ist Asteroid Day! Der jährlich stattfindende internationale „Asteroidentag“ erinnert an das Tunguska-Ereignis am 30.06.1908. Damals explodierte vermutlich ein Asteroid oder Komet in der Erdatmosphäre und hat weite Landstriche Sibiriens verwüstet.

Meteorite, also Bruchstücke von Asteroiden, die man hier auf der Erde finden kann, haben aber auch großen wissenschaftlichen Nutzen.

Darüber und wie man selber Meteorite finden kann, berichtet der Gifhorner Meteoritenexperte und leidenschaftliche Meteoritensammler Rainer Bartoschewitz in seinem spannenden Vortrag.


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