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Wissenschaftliche Vorträge

im Planetarium Wolfsburg


Foto: Klaus Jäger

Termin

Mittwoch

25.04.2018

19:00

Dr. Klaus Jäger, Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg

Vom All in den Alltag - Der Nutzen von Raumfahrt und Weltraumforschung

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 60-70 Minuten

 

Kaum ein anderer Bereich der Grundlagenforschung fasziniert die Öffentlichkeit so stark, wie die Erforschung des Weltraums. Davon zeugt auch eine vergleichsweise starke Präsenz von Weltraumthemen in den Medien – selbst dort, wo die Zuschauerquote den Sendeplan bestimmt. Und kaum ein anderer Bereich weckt bei Schülerinnen und Schülern so stark das Interesse an den ansonsten eher ungeliebten Naturwissenschaften.


Trotz dieses guten Images wird auch den Astronomen gerne die Frage gestellt, ob die hohen Kosten für Forschungsprojekte nicht anderweitig besser angelegt wären. Und auch in der Politik kommt es immer mal wieder zu Vorschlägen, man möge sich generell auf die praxisnahe angewandte Forschung konzentrieren und die Grundlagenforschung insgesamt zurückfahren. Und auch Astronomie und Weltraumfahrt seien zwar spannend, hätten aber für die Menschheit und den Alltag kaum einen Nutzen.
Doch trifft das wirklich zu? Und was bedeutet in diesem Zusammenhang eigentlich „Nutzen“? Mit teils verblüffenden Beispielen aus der Geschichte und von heute werden im Vortrag Rolle und Bedeutung der Weltraumforschung in verschiedensten Aspekten beleuchtet.

Dr. Klaus Jäger ist seit 2005 wissenschaftlicher Koordinator des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg. Zuvor arbeitete er als Wissenschaftler an der Universitäts-Sternwarte in Göttingen, wo er auch Physik studierte und für seine Dissertation den Preis der Berliner-Ungewitter-Stiftung erhielt. Wissenschaftlich befasste er sich bislang primär mit Galaxien und Quasaren und führte dazu auch Beobachtungen an großen Observatorien in Spanien, Chile und den USA durch. Zu seinem Aufgabenfeld gehören auch diverse Gremientätigkeiten, u. a. im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft. Zu den besonderen Aktivitäten zählt sein Engagement in der astronomischen Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit - u.a. mit populären Vorträgen, der Organisation von Veranstaltungen, sowie Medienaktivitäten in Presse, Rundfunk und TV. Weiterhin erstellt und produziert er Musik und Videos im eigenen Studio - teilweise mit Bezug zu astronomischen Beiträgen in Planetarien oder den Medien. Ein Beispiel sind die AstroViews, eine regelmäßige allgemeinverständliche Astronomie-Sendung auf Youtube, die er für die bekannte Zeitschrift Sterne und Weltraum aus dem Spektrum-Verlag produziert und moderiert.

 


© Markus Mugrauer

Termin

Mittwoch

16.05.2018

19:00

Dr. Markus Mugrauer, Astrophysikalisches Institut und Universitäts-Sternwarte der Friedrich-Schiller Universität Jena

Auf der Suche nach Exoplaneten und Braunen Zwergen - 

Astronomische Forschung vor den Toren Jenas und in der chilenischen Atacamawüste

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 60-70 Minuten

 

Vor mehr als 20 Jahren wurden die ersten Exoplaneten und Braune Zwerge als Begleiter von Sternen entdeckt. Die große Mehrzahl dieser substellaren Begleiter konnte dabei aber nur indirekt nachgewiesen werden und nur bei einigen gelang auch eine direkte Detektion, also die Abbildung neben dem Zentralgestirn, was eine genaue Untersuchung der Eigenschaften dieser leuchtschwachen Himmelskörper erst ermöglichte.

In diesem Vortrag werden Forschungsprojekte zur Suche und Charakterisierung von Exoplaneten und  Braunen Zwergen vorgestellt, die von Astronomen am Astrophysikalischen Institut der Friedrich-Schiller Universität Jena durchgeführt werden. Ihre Forschungsarbeit führt die Astronomen dabei nicht nur zur Universitäts-Sternwarte vor den Toren Jenas, wo sie ein 90cm-Spiegelteleskop für ihre Himmelsbeobachtungen nutzen, sondern auch in die chilenische Atacamawüste zu den Großteleskopen der Europäischen Südsternwarte. In der Einleitung des Vortrags werden zunächst genau die Eigenschaften von Exoplaneten und Braunen Zwergen sowie die Theorien zu ihrer Entstehung erläutert. Danach werden die modernen Beobachtungstechniken zur Detektion dieser leuchtschwachen Himmelsobjekte neben ihren viel helleren Zentralgestirnen vorgestellt und die Beobachtungsverfahren beschrieben mit denen sich die Eigenschaften der substellaren Begleiter genau bestimmen lassen. Im Rahmen des Vortrags werden einige interessante Entdeckungen präsentiert, die die Jenaer Astronomen bei ihrer Forschungstätigkeit in den letzten Jahren machen konnten.

Dr. Mugrauer studierte an der TU München Physik und schloß am Max-Planck Institut für terrestrische Physik in Garching bei München zum Thema: "Direkte Beobachtung sub-stellarer Begleiter von Sternen mit adaptiver Optik und Speckle Technik" mit dem Diplom ab.

Er promovierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Thema: "Die Multiplizität der Planeten-Muttersterne". Heute ist Dr. Mugrauer am Astrophysikalischen Institut in Jena tätig und dort unter anderem zuständig für die Leitung des wissenschaftlichen Betriebs der Universitäts-Sternwarte der Friedrich-Schiller-Universität in Großschwabhausen.


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