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Wissenschaftliche Vorträge

im Planetarium Wolfsburg


Foto: Dr. Thomas Bührke

Termin

Mittwoch

24.04.2019

19:00

Dr. Thomas Bührke

Einstein auf dem Prüfstand

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 60-70 Minuten
 

Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie gilt als eine der größten Errungenschaften der modernen Physik. Aber ist sie wirklich der Weisheit letzter Schluss? Einstein selbst zweifelte zeitweilig daran. Obwohl sie bisher alle Tests bestanden hat, sind sich Forscher heute einig, dass sie zumindest einer Erweiterung bedarf. Interessanterweise sagt die Relativitätstheorie nämlich ihr eigenes Versagen voraus - bei Schwarzen Löchern und im Urknall.

Dr. Thomas Bührke studierte Physik und Astrophysik an den Universitäten von Göttingen und Heidelberg. Er promovierte 1986 am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und arbeitet seit 1990 als Wissenschaftsjournalist, Buchautor, Zeitschriftredakteur und Vortragender.


Foto: Dr. Christian Gritzner

Termin

Mittwoch

08.05.2019

19:00

Dr. Christian Gritzner

Asteroiden und Kometen - Gefahr für die Erde?

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 60-70 Minuten
 

Einschläge großer Objekte auf der Erde sind sehr selten, habe aber global Folgen für das Leben auf unserem Planeten. Kleinere Kollisionen kommen häufiger vor mit z. T. lokal starken Auswirkungen (z.B. Tscheljabinsk-Ereignis, 2013). Die Raumfahrttechnik kann theoretisch Schutzmöglichkeiten bieten. Der Vortrag erklärt die Thematik und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Dr. Christian Gritzner ist 1966 in Bad Krozingen/Baden-Württemberg geboren. Von 1986 bis 1992 absolvierte er das Studium Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität Berlin. 1996 promovierte er an der TU Berlin über Konzepte zur Asteroiden-Abwehr.
Nach verschiedenen Tätigkeiten in Industrie (Eurospace GmbH), Forschung (DLR Institut für Planetenforschung, Berlin) und Lehre (TU Dresden, Inst. für Luft- und Raumfahrttechnik) ist Dr. Gritzner seit 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter im DLR-Raumfahrtmanagement in Bonn-Oberkassel.
Anfangs war er im ARIANE 5 Programm tätig, seit 2008 ist er in der Abteilung Extraterrestrik u. a. für die Förderung von Instrumenten für die ESA-Missionen JUICE, Herschel und Mars Express sowie meteorologische Höhenforschungsraketen zuständig. Dort übernahm er 2016 die Leitung des Teilprogramms Sonnensystemmissionen.


Foto: Prof. Dr. Ben Marzeion

Termin

Mittwoch

29.05.2019

19:00

Prof. Dr. Ben Marzeion

Ursachen und Folgen des Meeresspiegelanstiegs

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 60-70 Minuten
 

Im 20. Jahrhundert ist der Meeresspiegel um etwa 20 cm gestiegen. Der Weltklimarat prognostiziert, dass der Meeresspiegel im 21. Jahrhundert beschleunigt ansteigen wird, um weitere 26 bis 85 cm. Warum ist es so schwierig, diese Zahl genauer einzugrenzen? Nicht nur Unkenntnis der zukünftigen Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen ist dafür verantwortlich, sondern auch noch unvollständiges Verständnis der für den Meeresspiegelanstieg verantwortlichen Mechanismen, die in Grönland und der Antarktis ablaufen. Dabei ist weniger die Frage, ob das Eis schmelzen wird, sondern vor allem: wie schnell?

Aber auch die Frage, wo genau das Eis abschmelzen wird, ist von großem Interesse: Weil die Eisschmelze mit einer Veränderung des Schwerefelds der Erde verbunden ist, steigt der Meeresspiegel nicht an allen Küsten gleich stark - es kann lokal sogar zu einem sinkenden Meeresspiegel als Folge der Eisschmelze kommen. Hinzu kommen Effekte von Ozeanströmungen, Landhebung und -senkung. Unterschiedliche Abschnitte der Küste müssen sich dementsprechend auf unterschiedliche Verhältnisse einstellen. Auch relative kleine Erhöhungen des Meeresspiegels können dabei zu einer überraschend starken Zunahme der Zahl von Sturmflutereignissen führen.  Weil große Teile der Weltbevölkerung in unmittelbarer Küstennähe siedeln, wird der Meeresspiegelanstieg eine der schwerwiegendsten Folgen des Klimawandels sein.

Prof. Dr. Ben Marzeion studierte Ozeanographie an der Universität Kiel. Er promovierte an der Universität Bergen (Norwegen), war dort und am Massachusetts Institute of Technology (USA) als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und arbeitete an verschiedenen Fragestellungen der Klimamodellierung. Ab 2008 arbeitete er an der Universität Innsbruck (Österreich) zunächst als Assistenz-, später als Assoziierter Professor und beschäftigt sich seitdem mit Gletschern und ihrer Rolle für Wasserverfügbarkeit und Meeresspiegeländerungen. Seit 2015 ist er Professor am Institut für Geographie und am MARUM an der Universität Bremen.
Er ist einer der Hauptautoren des Weltklimarats IPCC für den „Sonderberichts über die Ozeane und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima“, der im Herbst 2019 veröffentlicht wird.


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