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Internationale Raumstation

Das Tor der Menschheit zum Weltall

Schon unsere Vorfahren waren von den Himmelskörpern fasziniert. Sie nutzten deren Erscheinen und Verschwinden nicht nur als Zeitgeber, sondern sprachen ihnen auch Legenden zu. Diese Faszination besteht auch heute noch. Mit unseren technischen Möglichkeiten lässt sich der Himmel nun viel besser beobachten und untersuchen.

Der erste Satellit, den die Menschen ins All geschossen haben, war der sowjetische Sputnik 1. Er leitete im Jahr 1957 das Zeitalter der Raumfahrt ein und kreiste drei Monate um unsere Erde, bis er schließlich verglühte. Zu dieser Zeit befanden sich die USA im Konflikt mit der Sowjetunion, der UdSSR. Der erfolgreiche Start von Sputnik 1 intensivierte diesen Konflikt und es begann der Wettlauf ins All.

Mit Sputnik 2 gelang den Sowjets ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Raumfahrt. Sie brachten das erste Lebewesen ins All, die Hündin Laika. Ihre Rückkehr zur Erde war jedoch nicht vorgesehen.

Der erste Mensch im Weltall war Juri Alexejewitsch Gagarin. Er stammte ebenfalls aus der UdSSR.

Den USA gelang mit Apollo 11 die bemannte Mondlandung. Am 21. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Weitere Apollo-Missionen zum Mond folgten bis 1972.

In den 70er Jahren wurden verschiedene Sonden zu den Planeten Venus, Jupiter, Merkur und Saturn geschickt, um Informationen zu sammeln und zur Erde zu senden. Außerdem wurden 1977 die berühmten Sonden Voyager 1 und 2 entsandt, die sogar heute noch im Weltall unterwegs sind und Daten zur Erde schicken.

Einen weiteren Meilenstein vollbrachten NASA und ESA mit dem Weltraumteleskop Hubble. Es startete 1990 und liefert seither atemberaubende Bilder von Sternen, Nebeln und anderen astronomischen Objekten.

Der erste erfolgreiche Marsrover landete 1997 auf dem Roten Planeten. Der Lander Pathfinder und der Rover Sojourner lieferten rund drei Monate lang wichtige Daten über den Mars. 

Im Jahre 1998 wurde der erste Teil der geplanten internationalen Raumstation (ISS) von Russland ins All gebracht. Der zweite Teil folgte von den USA. Nach und nach wurden immer mehr Teile in die Erdumlaufbahn befördert und montiert, sodass heute eine fußballfeldgroße Station in einer Höhe von vierhundert Kilometern um die Erde schwebt. Nur neunzig Minuten benötigt die Raumstation für einen Umlauf um die Erde. An einigen Tagen im Jahr ist es möglich, die ISS als besonders hellen Punkt am Sternenhimmel zu sehen.

Der deutsche Astronaut und Wissenschaftler Alexander Gerst war auf der ISS mehrmals zu Gast und führte gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Nationen viele wissenschaftliche Experimente in der Schwerelosigkeit durch.

In Zukunft sollen nicht nur Rover zum Mars oder Menschen zur ISS geschickt werden, es wird auch über einen bemannten Flug zuunserem Nachbarplaneten nachgedacht. Dieser ist für 2033 geplant, jedoch finden schon jetzt Vorbereitungen statt.

Fotos: (c) ESA / (c) NASA