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Die Erde

Planet des Lebens

Die Oberfläche unseres Heimatplaneten besteht zu rund 70% aus Wasser. Die Erde wird deshalb oft „Blauer Planet“ genannt. Obwohl die Lebewesen auf der Erde Sauerstoff zum Atmen brauchen, besteht unsere Atmosphäre nur zu rund 20% daraus. 78% sind Stickstoff und die restlichen 2% sind andere Gase.

Der Aufbau unserer Erde lässt sich durch verschiedene Schichten und Schalen erklären. Im Zentrum befindet sich ein innerer, fester Kern, dem schließt sich der äußere Kern aus flüssigem Material an. Der untere Erdmantel besteht aus festem Gestein. Der obere Erdmantel ist im inneren Bereich flüssig, wird nach außen hin fest und bildet zusammen mit der festen Erdkruste die Lithosphäre. In dieser befinden sich unsere Kontinentalplatten.

Der Durchmesser unserer Erde beträgt 12.756 km. Sie ist auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne etwas geneigt. Diese Neigung ist der Grund für die vier Jahreszeiten auf der Erde.

Wenn am 21. Juni auf der Nordhalbkugel der Sommer beginnt, ist genau dieser Teil der Erde der Sonne zugeneigt. Von der Erde aus betrachtet zieht die Sonne nun einen sehr großen Bogen über den Himmel: Die Tage sind lang und die Nächte kurz. Die Südhalbkugel ist ihr zu dieser Zeit abgewandt, es ist Winter. Dort zieht die Sonne nur einen sehr flachen Tagbogen. Am Südpol geht sie ein halbes Jahr lang nicht auf.

Nach 365 Tagen und sechs Stunden ist die Erde einmal um die Sonne gewandert und es ist ein Jahr vergangen. Dies ist keine runde Anzahl von Tagen, weshalb alle vier Jahre der 29. Februar als zusätzlicher Tag eingeführt wird. Dann hat die Erde 24 Stunden, also einen ganzen Tag gesammelt. So haben wir alle vier Jahre ein sogenanntes Schaltjahr.

Die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde entstand, weil sie ein aktiver Planet ist. Um die ganze Erde spannt sich das sogenannte globale Förderband. Es besteht aus den Meeresströmungen und dem Wind und ist zuständig für den Austausch von Wärme, Sauerstoff und Nährstoffen sowie den Ausgleich von Temperatur im Wasser und an Land.

Die Meeresströmungen verknüpfen die Ozeane und sorgen für den Transport gigantischer Wassermassen rund um den Globus. Angetrieben werden diese durch den unterschiedlichen Salzgehalt und die unterschiedliche Temperatur des Wassers. Besonders salzhaltiges Wasser sinkt durch seine höhere Dichte mehrere 1.000 Meter herab, wird durch Strömungen in wärmere Gebiete transportiert und steigt anschließend wieder auf.

Der Wind entsteht durch die unterschiedliche Verteilung des Luftdrucks.
So strömt die Luft aus einem Hochdruckgebiet immer in eine Region mit niedrigerem Luftdruck. Je größer dieser Unterschied ist, desto schneller ist der Wind.

Unsere Erde ist bis heute der einzige bekannte Planet, auf dem nachweislich Leben existiert.

Fotos: (c) NASA / (c) Planetarium Wolfsburg