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Unsere einzigartige Erde

Bildquelle: Planetarium Wolfsburg/Jens Aschenbruck

Das Planetarium Wolfsburg versteht sich als Botschafter in den Bereichen MINT und BNE. Das immersive, fast schon „reale“ Erlebnis in der Planetariumskuppel, weckt auf ganz besondere Art die Faszination und das Interesse an wissenschaftlichen Themen. Hier bietet das Wolfsburger Planetarium technische und inhaltliche Möglichkeiten, die weit über die formaler Lehr- und Lerninstitutionen hinausgehen.

Unsere pädagogische Arbeit im Bereich BNE hat vier inhaltliche Schwerpunkte:

  1. Lichtverschmutzung

  2. Umweltmonitoring

  3. Nachhaltigkeit in der Raumfahrt

  4. Die einzigartige Erde

Diese Schwerpunkte setzen wir in unserer Bildungsarbeit mit unterschiedlichen Methoden (z. B. automatische Fulldome-Show, live moderierte Veranstaltungen, Workshops mit Mitmachexperimenten, Live-Himmelsbeobachtungen, E-Learning-Angebote, Schul-AGs) zielgruppenspezifisch und wo möglich partizipativ um, um die Teilnehmer*innen zur aktiven Auseinandersetzung mit den Themen zu ermutigen und den Lernprozess zu unterstützen. Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über unser Angebot an Lehrveranstaltungen zum Thema BNE. 


Beratung

Kitas und Schulen

Wenn Sie als Erzieher*in oder Lehrer*in Interesse an weiterem Lehr-Material oder didaktischer Unterstützung hinsichtlich der Einbeziehung von BNE-Themen in Ihrem Unterricht haben, steht Ihnen das wissenschaftlich-pädagogische Team des Wolfsburger Planetariums gerne zur Verfügung. Melden Sie sich einfach unter 05361/89025510* oder schreiben Sie uns einfach eine Mail an info@planetarium-wolfsburg.de.

Terminvereinbarung

Vereinbaren Sie einen Besuch mit Ihrer Schulklasse oder Kindergartengruppe unter 05361/89025510* oder schreiben Sie uns einfach eine Mail an info@planetarium-wolfsburg.de. Wir melden uns umgehend bei Ihnen. 

Wir beraten Sie gern und individuell zur Dauer und zu den Inhalten Ihrer geplanten BNE-Veranstaltung!

 

*Montag bis Donnerstag von 09 bis 16 Uhr, Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr.
(An Wochenenden und Feiertagen ist das Büro nicht besetzt.)

Schwerpunktthema

Lichtverschmutzung

Inhalte:

In unseren modernen (Groß-)Städten steigen seit Jahrzehnten die durch künstliche Lichtquellen erzeugten nächtlichen Lichtemissionen. Die zunehmende und andauernde Abwesenheit völliger Dunkelheit wird nicht nur für Astronomen immer mehr zum ernsten Problem. Schon seit langem werden negative Auswirkungen auf viele nachtaktive Insektenarten und die biologischen Tag-Nacht-Zyklen von Tieren beobachtet. Aber auch Menschen klagen über zunehmende Schlafstörungen in unseren hell erleuchteten Städten.

Bei ungestörter nächtlicher Dunkelheit und klarer Sicht können mit bloßem Auge bei normaler Sehkraft etwa 6000 Sterne erkannt werden. Dieser fantastische Anblick geht immer mehr verloren.  Schon heute sind über unseren lichtverschmutzten Städten nur noch ein paar Dutzend bis wenige hundert Sterne sichtbar, über vielen Großstädten sind sogar gar keine Sterne mehr zu erkennen.

Ziele:

Im Planetarium präsentieren wir einen von Lichtverschmutzung unberührten Sternenhimmel. Mit Hilfe der Planetariumstechnik können wir jedoch unterschiedliche Stufen der Lichtverschmutzung simulieren und im Vergleich zum ungestörten Sternenhimmel den „Verlust der Nacht“ direkt sichtbar machen. Die Schüler*innen erkennen so unmittelbar und eindrücklich was Lichtverschmutzung bedeutet. Spielerisch können sie eigene Lichtquellen „produzieren“ (z.B. Smartphone-Display) und direkt beobachten, wie die Sterne an der Kuppel „unsichtbar“ werden. Sie lernen, z.B. durch einfaches „Umdrehen“ der Smartphones bzw. Abschirmung der Displays (Jacke, Buch o.ä.), wie Lichtemissionen abgeschirmt und ungerichtete Lichtverschmutzung vermieden werden kann.


Schwerpunktthema

Umweltmonitoring

Inhalte:

Dank der modernen Satellitentechnik haben wir heute einen nie dagewesenen Blick auch auf die entferntesten Regionen unseres Planeten. Satellitenbilder der Erde und ihrer Landschaften und Regionen sind ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Veranstaltungen und werden unter vielen verschiedenen Aspekten präsentiert. Dabei werden natürliche Umweltveränderungen ebenso thematisiert wie anthropogene Eingriffe. Mit unserer Planetariums-Software haben wir Zugriff auf verschiedenste und stetig aktualisierte Satelliten-Datensätze, mit denen Umweltveränderungen dokumentiert und an der Planetariumskuppel präsentiert werden können.

Ziele:

Viele Umweltveränderungen geschehen für die meisten Menschen unsichtbar in entlegenen Regionen unserer Erde und werden gerade von Kindern und Jugendlichen als sehr abstrakt und irreal wahrgenommen. Das gilt für das Schmelzen der Polkappen ebenso wie für die Abholzung des Regenwaldes oder kleinere, regionale Umweltveränderungen. Durch den Vergleich aktueller und älterer Datensätze können wir diese Veränderungen heute sichtbar und für jeden begreifbar machen. Das erfährt man besonders eindrücklich in dem immersiven Medium Planetariumskuppel. So erleben Schüler*innen z.B. durch einen simulierten Blick aus der „Cupola“ der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde was sonst nur Astronaut*innen im All erleben dürfen. Sie erblicken unseren Planeten aus einer völlig neuen Perspektive! Dabei begreifen viele Kinder oft zum ersten Mal wie begrenzt unser Lebensraum eigentlich ist. Sie sehen das dünne Band der Atmosphäre – um nur ein Beispiel zu nennen -, das uns am Leben erhält und beginnen zu verstehen, warum Atmosphäre und Klima geschützt werden müssen. Indem sie das erkennen, werden Kinder und Jugendliche sensibilisiert für die globalen Zusammenhänge und Auswirkungen gesellschaftlichen Handelns und entwickeln ein Verständnis für die Notwendigkeit nachhaltigen Handelns.


Schwerpunktthema

BNE in der Raumfahrt

Inhalte:

Die Raumfahrt in allen ihren Facetten ist eines der Kernthemen eines jeden Planetariums. Dabei rückt auch hier das Thema Nachhaltigkeit immer mehr in den Vordergrund. Schon heute befinden sich z.B. geschätzte 6.300 Tonnen Weltraumschrott in Umlaufbahnen um die Erde und gefährden die Raumfahrt, was unsere Planetariumssoftware sehr eindrücklich an der Kuppel visualisieren kann. Bereits mehrfach musste die Internationale Raumstation (ISS) Weltraumtrümmern auf ihrer Umlaufbahn ausweichen. Zunehmender Weltraumschrott und schon jetzt stattfindende Kaskadeneffekte (Trümmer kollidieren mit Trümmern und erzeugen immer neue Trümmer) könnten langfristig dazu führen, dass bestimmte Orbits für die Raumfahrt unbrauchbar werden.

Auch die bereits erwähnte „Lichtverschmutzung“ ist ein wichtiges Thema in der Raumfahrt. So plant z.B. das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX in den nächsten Jahren 12.000 Starlink-Satelliten in einen erdnahen Orbit zu bringen, die weltweiten Internetzugang ermöglichen sollen. Das Unternehmen entwickelte zwar verschiedene Konzepte zur Vermeidung von Weltraumschrott – nicht vermeiden lässt sich hingegen die Störung des Nachthimmels insbesondere für astronomische Beobachtungen. Nächtliche Sichtungen, der in ungewöhnlicher Formation über den Himmel ziehenden Satelliten, haben schon wiederholt auch bei nicht-Astronomen für Aufregung gesorgt.

Die Raumfahrt bietet aber auch Chancen. Auf der ISS werden schon seit 20 Jahren neue Technologien erprobt und entwickelt, die uns auch auf der Erde von Nutzen sind und Raumfahrtorganisationen entwickeln neue Ansätze und Alternativen, die zur Reduzierung der Umweltauswirkungen von Weltraummissionen verwendet werden sollen (z.B. die Clean Space Initiative der ESA).

Ziele:

Die Raumfahrt fasziniert Kinder und Jugendliche auf ganz besondere Art und Weise und lässt sich vielfältig und fächerübergreifend in den Unterricht integrieren. Die Schüler*innen lernen die verschiedenen Anwendungsbereiche moderner Raumfahrttechnologie kennen und wie stark sie bereits in ihr tägliches Leben Einzug gehalten haben (Wetterbericht, Fernsehsatelliten, Navigationssysteme etc.). Sie erkennen neben dem großen Nutzen (z.B. Umweltmonitoring) aber auch die Gefahren einer unkontrollierten (Aus-)Nutzung des erdnahen Weltraums. Sie verstehen die Notwendigkeit und Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und Absprachen im Bereich Raumfahrt und werden ermutigt sich aktiv mit dem Thema und den Problemen der Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.


Schwerpunktthema

Die einzigartige Erde

Inhalte:

Unsere Erde ist einzigartig – im Sonnensystem und nach allem was wir wissen auch darüber hinaus. Sie ist der einzige Planet, der für uns als Lebensraum in Frage kommt, jetzt und in Zukunft. Diese einfache Tatsache zieht sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltungen des Wolfsburger Planetariums und ist ein Schwerpunkt unserer Bildungsarbeit. Mit verschiedenen Methoden und in verschiedenen Formaten (z.B. Fulldome-Shows, LIVE-Veranstaltungen, LIVE-Himmelsbeobachtung, E-Learning Angebote, Workshops, AGs etc.) vermitteln wir notwendiges astronomisches und geowissenschaftliches Wissen und regen Besucher*innen generationsübergreifend an, sich aus verschiedenen Perspektiven mit dieser Tatsache auseinanderzusetzen.

Ziele:

Wer verstanden hat, wie alternativlos der Planet Erde für uns Menschen ist, versteht auch die Notwendigkeit nachhaltigen Handelns. Indem Schüler*innen im Planetarium den Blick ins All werfen, auf unsere Nachbarplaneten oder auch darüber hinaus, erkennen sie die Einzigartigkeit der Erde. Sie lernen, dass das komplexe Zusammenspiel, gepaart mit purem Zufall, das Leben und schließlich uns Menschen auf diesem Planeten hervorgebracht hat, nicht lenkbar oder gar reproduzierbar ist. Sie lernen, dass unser Lebensraum nur bestehen bleibt, wenn wir alle ihn erhalten und schützen.


Bildquelle: Planetarium Wolfsburg/Jens Aschenbruck

Veranstaltungen zu unserem BNE-Angebot

LIVE-Shows

 

Dauer: 1 Stunde
Alter: Grundschule und weiterführende Schule
Gruppengröße: max. 140; für einen lebhafteren Dialog sind jedoch kleinere Gruppen sinnvoll
Vorkenntnisse: nicht erforderlich

Zu den genannten BNE-Schwerpunktthemen bieten wir einstündige LIVE-Shows für Schüler*innen mit und ohne Vorkenntnisse an. Die LIVE-Shows werden von unseren wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen in der Planetariumskuppel präsentiert und moderiert. Dabei kommt die moderne Fulldome-Technik und Planetariumssoftware interaktiv zum Einsatz und ermöglicht eine einzigartige und spektakuläre Präsentation von Inhalten, die Schüler*innen mitreißt und in ihren Bann zieht. Wir verstehen unser LIVE-Programm hierbei als Dialog, an dem die Schüler*innen aktiv teilnehmen sollen. In einem lockeren Diskurs erhalten sie Anregungen und werden aufgefordert, eigene Interessen zu definieren und Schwerpunkte zu setzen.  Auf diese Weise wird Lernen zum aktiven Erlebnis und Erlerntes nachhaltig erinnert und verinnerlicht.


Workshops

Dauer: ca. 3 Stunden
Alter: ab 10 Jahre
Gruppengröße: max. 20
Vorkenntnisse: hilfreich, aber nicht erforderlich

Die Workshops beinhalten eine Fulldome-Kuppelshow (Automatik) zu einem ausgewählten Thema, sowie Mitmachexperimente und Teamaufgaben in den Räumlichkeiten des Planetariums. Lehrer*innen können auf Anfrage eine ausführlichere Übersicht über den Ablauf eines Workshops erhalten.


Fotos: © Planetarium Wolfsburg/NASA/Jens Aschenbruck


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