Zum Inhalt springen

Planetensichtbarkeiten

im aktuellen Quartal

Das Wort Planet geht auf den griechischen Begriff „planētēs" zurück, der soviel bedeutet wie „umherirren" oder „umherschweifen". Alle Planeten, also auch die Erde, ändern auf Ihrer Bahn um die Sonne stehts ihre Position und sind immer wieder an anderer Stelle am Himmel zu finden. 


Sichtbarkeiten von April bis Juni 2021

 

Merkur kann Anfang Mai am Abendhimmel beobachtet werden. Er ist dann kurz nach Sonnenuntergang tief im NW zu entdecken. Bis zur Monatsmitte nimmt er beständig an Helligkeit ab und wird zum Monatsende für das bloße Auge unsichtbar.

Auch die Venus erscheint im Mai langsam wieder am Abendhimmel und vergrößert ihren Winkelabstand zur Sonne bis zum Monatsende auf ca. 17°. Ihre Untergänge verschieben sich von 21:30 Uhr Anfang Mai auf etwa 23:00 Uhr Ende Juni. Da auch die Sonne immer später untergeht bleibt die Venus trotz einer Helligkeit von fast -4m ein eher unauffälliger Abendstern.

Mars ist das ganze Quartal in der ersten Nachthälfte zu beobachten und zieht sich erst im Juni zur Monatsmitte langsam von Abendhimmel zurück. Im April entdeckt man unseren roten Nachbarn im Sternbild Stier, bevor er zum Monatsende ins Sternbild Zwillinge wechselt. Kurz bevor er sich endgültig vom Abendhimmel zurückzieht, wechselt er noch einmal das Sternbild und wandert am 08. Juni in den Krebs. Am 13. Juni gesellt er sich zur zunehmenden Mondsichel – eine günstige Gelegenheit noch einmal einen Blick auf den Roten Planeten zu werfen, der erst am Jahresende wieder am (Morgen-)Himmel erscheint.

Jupiter baut zu Beginn des Quartals seine Morgensichtbarkeit deutlich aus und wandert langsam immer weiter in die 2. Nachthälfte hinein. Im Juni wird er zum hellsten Gestirn am Nachthimmel und ist dann auch für den Laien leicht zu entdecken. Ende April verlässt er das Sternbild Steinbock und wandert in den Wasserman. Dort wird er am 21. Juni stationär und setzt zu seiner Oppositionsschleife (siehe Saturn) an. Bis Oktober wird er dann rückläufig durch den Tierkreis wandern und erst in der 2. Monatshälfte, nun wieder im Sternbild Steinbock, seine rechtläufige Bewegung wieder aufnehmen.

Saturn beginnt wie sein großer Bruder Jupiter den Frühling als Planet des Morgenhimmels und baut seine Nachtsichtbarkeit kontinuierlich aus. Wie der Jupiter nähert er sich in den nächsten Monaten seinem Oppositionspunkt und damit auch seinem geringsten Abstand zur Erde und seiner besten und längsten Nachtsichtbarkeit. Beide Planeten vollführen in den Wochen vor und nach ihrer Opposition (sie erreichen sie beide im August) einen besonderen „Tanz“ am Himmel. Zunächst werden sie kurz stationär, wandern dann scheinbar rückläufig über den Himmel, bevor sie nach einem erneuten kurzen Stillstand ihre rechtläufige Bewegung wieder aufnehmen. Das wird in der Astronomie eine Planeten- oder Oppositionsschleife genannt. Den Saturn können wir im aktuellen Quartal im Sternbild Steinbock entdecken.

Uranus ist das ganze Quartal über unsichtbar und taucht erst im Juli wieder am Morgenhimmel auf.

Auch Neptun ist die meiste Zeit des Quartals unbeobachtbar und wird erst im Juni zum Monatsende langsam wieder sichtbar. Wie Uranus ist Neptun allerdings auch bei besten Sichtverhältnissen (er erreicht seinen Oppositionspunkt Mitte September) aufgrund seiner großen Entfernung nur mit Hilfe eines Teleskops zu beobachten.

Fotos & Bilder: SkyChart/Planetarium Wolfsburg/NASA/ESA


Das könnte Sie auch interessieren

Der Sternenhimmel LIVE erklärt

Unsere LIVE moderierten Sternenshows bieten Ihnen die Möglichkeit den wunderschönen Planetariums-Sternenhimmel zu genießen, Fragen zu stellen und sich direkt zu astronomischen Themen zu informieren.

Planeten - Expedition ins Sonnensystem

Unternehmen Sie mit uns eine Reise zu unseren Nachbarplaneten. Die Kuppel des Planetariums macht es möglich. Mit Hilfe der neuesten Messdaten der Planeten-Missionen zeigen wir Aufnahmen und detailgetreue digitale Landschaften in 360 Grad.