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Planetensichtbarkeiten

im aktuellen Quartal

Das Wort Planet geht auf den griechischen Begriff „planētēs" zurück, der soviel besagt, wie „umherirren" oder „umherschweifen". Alle Planeten, also auch die Erde, ändern auf Ihrer Bahn um die Sonne stehts ihre Position und sind immer wieder an anderer Stelle am Himmel zu finden. In der Grafik sieht man z.B. die Planetenkonstellation für den 8. Februar 2018 gegen ca. 7:00 MEZ. 


Sichtbarkeiten von Januar bis März 2018

 

Merkur ist der sonnennächste Planet. Diese Nähe erschwert seine Beobachtung, er ist immer kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang entweder tief am Westhimmel bzw. am Osthimmel zu finden. Anfang Januar gibt eine  geringe Chance den flinken Planeten am Morgenhimmel zu entdecken. Schnell zieht er sich aber vom östlichen Himmel wieder zurück. Erst im zweiten Monatsdrittel im März trifft Merkur wieder am Abendhimmel an. Sehr schön sind dabei die Begegnungen mit der Venus zu verfolgen.

Venus ist unser innerer Nachbarplanet. Sie ist wie der Merkur am Morgen- bzw. Abendhimmel zu beobachten. Da sie aber weiter von der Sonne entfernt ist, geht sie in den besten Beobachtungszeiten deutlich später als die Sonne am Abend unter oder eben entsprechend am Morgen früher auf. Diese Tatsache und ihr heller, strahlender Glanz haben ihr die Namen Abend- bzw. Morgenstern eingebracht. Im Winter 2018 macht sich die Venus zunächst allerdings rar. Erst im Februar kann sie am Abendhimmel entdeckt werden. Im März verschieben sich die Untergangszeiten der Venus zwar immer weiter nach hinten, gleichzeitig werden die Tage immer länger, was gleichzeitig bedeutet, dass die Sonnenuntergänge auch immer später erfolgen. Nichtsdestotrotz baut die Venus ihren Status als Abendstern langsam aus.

Mars wird Mitte dieses Jahres seinen großen Auftritt haben. Im Winter 2018 ist er aber noch ein Planet am Morgenhimmel. Zusammen mit Jupiter ist er in östlicher Richtung zu finden. Noch stiehlt ihm Jupiter die Show, aber die Helligkeit des rötlich, leuchtenden Punktes nimmt bis Ende März immer weiter zu. Dabei durchläuft er den südlichsten Teil des Tierkreises. Im Januar steht er noch im Sternbild Waage. Anfang Februar hält er sich kurz im Sternbild Skorpion auf. Am 8. Februar durchwandert er schon das inoffizielle 13. Tierkreiszeichensternbild Schlangenträger. Ein interessanter Anblick ergibt sich noch am 10. Februar mit dem Hauptstern des Sternbildes Skorpion, den roten Stern Antares. Weil dieser Stern mit seinem auffälligen rötlichem Leuchten dem Mars Konkurrenz macht, hat man ihm den Namen Antares, Anti-Ares oder Gegen-Mars gegeben. Der Mars lässt sich davon nicht beeindrucken und eilt weiter durch den Tierkreis, und hat im März dessen südlichsten Punkt durchlaufen. Ab 10. März übertritt er die Grenze zum Sternbild Schützen. Hartgesottene Frühaufsteher können den Mars Ende März schon in östlicher Richtung am Himmel entdecken, denn seine Aufgänge verfrühen sich auf ca. halb vier Uhr morgens mitteleuropäischer Sommerzeit.

Jupiter ist im Januar am Morgenhimmel zu finden. Jedes Jahr wandert er ein Sternbild im Tierkreis weiter, was ihm auch den Beinamen Jahresplanet eingetragen hat. 2018 wandert er durch das Sternbild Waage. Dieses Sternbild hat keine besonders auffälligen Sterne, so dass der Jupiter nun beim Auffinden des Sternbildes Waage helfen kann. Die Helligkeit des Planeten nimmt auch im Laufe der drei Monate stetig weiter zu. Im März geht der Planet schon vor Mitternacht am östlichen Horizont auf. Wer ein gutes Fernglas oder ein Fernrohr zu Hilfe nimmt, kann auch den Tanz der vier größten Monde des Jupiters beobachten: Io, Ganymed, Europa und Callisto.

Saturn kann Ende Januar wieder am Morgenhimmel aufgefunden werden. Im Sternbild Schützen stehend, bildet er im wahrsten Sinne bis das Schlusslicht der Planetenkette, bestehend aus Jupiter, Mars und Saturn. Zwischen dem 8. und 11. Februar wandert der abnehmende Mond diese Kette ab. Saturn ist bei Hobbybeobachtern ein besonderer Liebling, da sein wunderschönes Ringsystem schon mit kleinem optischem Gerät zu beobachten ist. Gesellt sich der Mond noch dazu wie es, nochmal am 11. März der Fall ist, ergeben sich noch schönere Anblicke durch ein Fernrohr.

Mit einem Fernglas kann bis Februar am Abendhimmel der Planet Uranus im Sternbild Fische aufgespürt werden. Ab März wird es immer schwieriger den lichtschwachen Planeten in der Abenddämmerung zu beobachten. 

Neptun hält sich im Sternbild Wassermann auf. Der äußerste Planet unseres Sonnensystems kann nur noch im Januar mit guter optischer Ausstattung am abendlichen Himmel erspäht werden.

Fotos & Bilder:  SkyChart / Planetarium Wolfsburg / NASA, ESA


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