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Planetensichtbarkeiten

im aktuellen Quartal

Das Wort Planet geht auf den griechischen Begriff „planētēs" zurück, der soviel bedeutet wie „umherirren" oder „umherschweifen". Alle Planeten, also auch die Erde, ändern auf Ihrer Bahn um die Sonne stehts ihre Position und sind immer wieder an anderer Stelle am Himmel zu finden. 


Sichtbarkeiten von August bis Oktober 2022

 

Merkur macht sich weiterhin rar. Erst im Oktober bietet sich wieder eine kurze Morgensichtbarkeit. Am günstigsten sind die Tage vom 10. bis zum 16. Oktober. Dann steigt der immerhin -0,9 mag helle Merkur in östlicher Richtung gegen viertel nach fünf über den Horizont und kann für kurze Zeit in der Morgendämmerung beobachtet werden

Die Venus kann Anfang August noch für eine kurze Zeit in der Morgendämmerung tief im Osten beobachtet werden, zieht sich aber zum Monatsende vom Morgenhimmel zurück und erscheint erst zum Jahresende wieder – dann als Abendstern.

Der Mars baut seine Sichtbarkeit langsam aus und verlegt seine Aufgänge bereits im August in die späten Abendstunden. Ende August durchläuft er das sog. „Goldene Tor der Ekliptik“. So wurde schon in der Antike eine besondere Sternkonstellation zu beiden Seiten der Ekliptik genannt, die von den beiden markanten Sternhaufen der Plejaden und Hyaden gebildet wird. Am 30. Oktober setzt der Mars zu seiner Oppositionsschleife an und läuft ab dann für einige Zeit rückläufig durch den Tierkreis. Er ist jetzt die gesamte Nacht beobachtbar.

Jupiter bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Fische (Anfang August ist er noch im Sternbild Walfisch (Cetus) zu entdecken) auf seinen Oppositionspunkt zu, den er am 29. September erreichen wird. Gegen Mitte/Ende August ist er die gesamte Nacht sichtbar und – nach dem Mond – das hellste Objekt am Nachthimmel.

Saturn erreicht am 14. August seinen Oppositionspunkt und damit auch seine günstigste Beobachtungsperiode. Er ist dann die gesamte Nacht sichtbar und mit einer Helligkeit von 0,3 mag eines der hellsten Objekte des Nachthimmels. Im September zieht er sich langsam vom Morgenhimmel zurück und versinkt bis Ende Oktober schon vor Mitternacht hinter dem südwestlichen Horizont.

Auch Uranus strebt seiner Opposition entgegen und kann im September bereits die gesamte Nacht im Sternbild Widder entdeckt werden, dessen hellere Sterne Hamal, Sheratan und Mesarthim eine gebogene Linie am Himmel bilden. Allerdings wird er auch bei besten Sichtverhältnissen aufgrund seiner großen Entfernung nie heller als etwa +5,4 mag (die Grenze der Sichtbarkeit liegt bei ca. +6 mag), sodass zur Beobachtung besser ein guter Feldstecher oder ein Teleskop verwendet werden sollte.

Neptun steht die gesamte Beobachtungsperiode im Sternbild Wassermann, wo auch er in der Nacht vom 16. auf den 17. September seinen Oppositionspunkt erreichen und die gesamte Nacht zu beobachten sein wird.

Wie Uranus ist Neptun auch bei besten Sichtverhältnissen aufgrund seiner großen Entfernung nur mit Hilfe eines Teleskops zu beobachten. Er zeigt im Teleskop ein winziges bläuliches Planetenscheibchen und lässt sich besten mit Hilfe einer Sternenkarte auffinden.

Fotos & Bilder: SkyChart/Planetarium Wolfsburg/NASA/ESA


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