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Planetensichtbarkeiten

im aktuellen Quartal

Das Wort Planet geht auf den griechischen Begriff „planētēs" zurück, der soviel besagt, wie „umherirren" oder „umherschweifen". Alle Planeten, also auch die Erde, ändern auf Ihrer Bahn um die Sonne stehts ihre Position und sind immer wieder an anderer Stelle am Himmel zu finden. 


Sichtbarkeiten von Oktober bis Dezember 2018

 

Merkur ist der sonnennächste Planet. Diese Nähe erschwert seine Beobachtung, er ist immer kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang entweder tief am Westhimmel bzw. am Osthimmel zu finden. Ende des Jahres kann man in unseren Breiten auf eine Morgensichtbarkeit hoffen. Am Nikolaustag 2018 kann man morgens nicht nur nach Süßigkeiten im Stiefel schauen, sondern auch erstmals gegen ca. 6:45 Uhr im südöstlichen Teil des Morgenhimmels den Merkur auffinden. Seine beste Beobachtungszeit ist vom 10. bis zum 18. Dezember. 

Venus ist unser innerer Nachbarplanet. Sie ist wie der Merkur am Morgen- bzw. Abendhimmel zu beobachten. Da sie aber weiter von der Sonne entfernt ist, geht sie in den besten Beobachtungszeiten deutlich später als die Sonne am Abend unter oder eben entsprechend am Morgen früher auf. Diese Tatsache und ihr heller, strahlender Glanz haben ihr die Namen Abend- bzw. Morgenstern eingebracht.  
Im letzten Quartal zeigt sich die Venus als strahlender Morgenstern. Nachdem sie ihren Auftritt als Abendstern im Oktober zunächst beendet, taucht sie am 5. November am östlichen Morgenhimmel auf. Am 15. November passiert sie den Stern Spica in der Jungfrau. Anfang Dezember erstrahlt die Venus dann in ihrem größten Glanz. Die Helligkeit nimmt dann bis Ende des Monats etwas ab, aber der Planet der Göttin der Liebe bleibt ein Glanzpunkt am Morgenhimmel.

Mars hatte Mitte des Jahres seinen großen Auftritt zur totalen Mondfinsternis am 27. Juli 2018. Die geringe Distanz zum roten Planeten machten ihn zu einem orange-farbenen Glanzpunkt am Himmel. Seitdem hat seine Helligkeit weiter abgenommen, aber er wird bis zum Ende des Jahres ein auffälliges Objekt am Abendhimmel bleiben. In den
Monaten von Oktober bis Dezember wandert er durch Sternbilder Steinbock, Wassermann und Fische. Damit erklimmt er langsam die Ekliptik und steht Ende des Jahres 2018 nach Sonnenuntergang hoch im Süden.

Jupiter steht am Anfang des Quartals tief in südwestlicher Richtung am Abendhimmel und wird bis zum Ende des Monats Oktober unbeobachtbar. Der größte Planet im Sonnensystem wird erst wieder zum Jahresende am Morgenhimmel beobachtbar. Er wechselt in das inoffizielle Tierkreiszeichensternbild des Schlangenträger. Zusammen mit dem Planeten Venus wird Jupiter im Januar 2019 einen besonderen Anblick am Morgenhimmel bieten. 

Saturn ist im Oktober am südwestlichen Abendhimmel zu erkennen. Im November verkürzen sich seine Sichtbarkeitszeiten sehr und ab Mitte des Monats ist ohne optisches Hilfsmittel nicht mehr zu beobachten. Der früheste Termin um den Ringplaneten wieder zu entdecken, ist im Februar 2019.

Uranus steht am 24. Oktober in Opposition. Der Planet kann in diesen Tagen theoretisch mit bloßen Auge beobachtet werden. Lichtverschmutzung und Wetterverhältnisse machen dieses Vorhaben allerdings häufig zunichte, so dass erst mit einem optischen Gerät der grünliche Planet aufgefunden werden kann. Am Tag der Opposition trennen uns von dem Eisgiganten ca. 2823 Millionen Kilometer. Der Planet, der ca. 84 Jahre für eine Umrundung um die Sonne braucht, hält sich im Sternbild der Fische auf. 

Neptun stand im September in Opposition. Er wandert durch das Sternbild des Wassermann. Seine Beobachtung ist ohne optisches Gerät zu keiner Zeit möglich. 

Fotos & Bilder:  SkyChart / Planetarium Wolfsburg / NASA, ESA


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