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Planetensichtbarkeiten

im aktuellen Quartal

Das Wort Planet geht auf den griechischen Begriff „planētēs" zurück, der soviel bedeutet wie „umherirren" oder „umherschweifen". Alle Planeten, also auch die Erde, ändern auf Ihrer Bahn um die Sonne stehts ihre Position und sind immer wieder an anderer Stelle am Himmel zu finden. 


Sichtbarkeiten von Januar bis März 2022

 

Merkur kann bei gutem Wetter und freier Sicht in Richtung Südwesten noch bis etwa Mitte Januar am frühen Abendhimmel tief über dem Horizont entdeckt werden. Dann verschwindet er vom Abendhimmel und wird erst im Oktober wieder am Morgenhimmel sichtbar

Die Venus verlagert ihre Position im Januar vom Abend- an den Morgenhimmel. Ab Mitte des Monats ist sie als „Morgenstern“ in südöstlicher Richtung vor Sonnenaufgang auszumachen und wird ihre Sichtbarkeit im Verlauf des Quartals noch deutlich ausbauen. Ihre größte westliche Elongation von der Sonne erreicht sie am 20. März.

Mit Beginn des Jahreserscheint der Mars kurz am Morgenhimmel, verblasst aber im Januar noch schnell im Licht der aufgehenden Sonne und langsam länger werdenden Tage. Im Februar und März sucht man ihn vergeblich am Himmel. Erst ab Mai wird er langsam wieder am sehr frühen Morgenhimmel sichtbar, baut dann aber seine Sichtbarkeit für den Rest des Jahres immer weiter aus.

Jupiter und Saturn verkürzen ihre Sichtbarkeiten am Abendhimmel weiter. Saturn ist Anfang Januar nur noch mäßig und kurz nach Sonnenuntergang in südwestlicher Richtung zu beobachten und verschwindet bis zum Monatsende gänzlich vom Abendhimmel. Auch Jupiter verkürzt seine Sichtbarkeit im Januar merklich, ist aber noch bis Mitte Februar ebenfalls in südwestlicher Richtung zu entdecken, bevor auch er sich vom Abendhimmel verabschiedet. Lange müssen wir aber nicht auf die beiden Planeten am Himmel verzichten. Schon ab Ende April können wir sie wieder, dann in den frühen Morgenstunden, am Himmel entdecken. Schon wenige Wochen später werden sie in der zweiten Nachthälfte mit dem Mars um die Wette funkeln.

Uranus ist das gesamte Quartal in der ersten Nachthälfte am Himmel zu entdecken, im Januar und bei idealen Sichtbedingungen theoretisch sogar mit bloßem Auge. Allerdings wird er auch bei besten Sichtverhältnissen aufgrund seiner großen Entfernung nie heller als etwa +5,4 mag (die Grenze der Sichtbarkeit liegt bei ca. +6 mag), sodass zur Beobachtung besser ein guter Feldstecher oder ein Teleskop verwendet werden sollte. Er befindet sich zurzeit in dem eher unscheinbaren Sternbild Widder, dessen hellere Sterne Hamal, Sheratan und Mesarthim eine gebogene Linie am Himmel bilden.

Neptun steht immer noch im Sternbild Wassermann, wo er im Januar mit dem Teleskop und lichtstarker Optik noch für einige Zeit am Abendhimmel beobachtet werden kann. Bereits Mitte Februar verabschiedet er sich jedoch vom Abendhimmel und wird unbeobachtbar.

Wie Uranus ist Neptun auch bei besten Sichtverhältnissen aufgrund seiner großen Entfernung nur mit Hilfe eines Teleskops zu beobachten.

Fotos & Bilder: SkyChart/Planetarium Wolfsburg/NASA/ESA


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