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Planetensichtbarkeiten

im aktuellen Quartal

Das Wort Planet geht auf den griechischen Begriff „planētēs" zurück, der soviel bedeutet wie „umherirren" oder „umherschweifen". Alle Planeten, also auch die Erde, ändern auf Ihrer Bahn um die Sonne stehts ihre Position und sind immer wieder an anderer Stelle am Himmel zu finden. 


Sichtbarkeiten von Januar bis März 2021

 

Merkur wird in der zweiten Januarhälfte für kurze Zeit am Abendhimmel sichtbar. Die beste Sichtbarkeit erreicht er vom 22. bis 26. Januar. Etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang ist Merkur dann knapp über dem Horizont in südwestlicher Richtung in der Abenddämmerung zu entdecken. Den Rest des Quartals bleibt Merkur unsichtbar.

Venus begrüßt das Jahr als schwach leuchtender Morgenstern in südöstlicher Richtung. Schon Mitte Januar verabschiedet sie sich allerdings wieder vom Morgenhimmel und bleibt den Rest des Quartals unsichtbar. Im Mai wechselt sie dann an den Abendhimmel und baut den Rest des Jahres ihre Abendsichtbarkeit kontinuierlich aus.

Mars bleibt uns auch im neuen Jahr am Nachthimmel erhalten. Während er sich aus der zweiten Nachthälfte allmählich zurückzieht, ist er bis zur Jahresmitte in der ersten Nachthälfte sichtbar bevor er sich im Juni wieder vom Abendhimmel verabschiedet. Er beginnt seine Wanderung über den Abendhimmel im Sternbild Widder und erreicht Ende Februar das Sternbild Stier, das er Mitte April durchlaufen haben wird. Zum Abschluss durchwandert er das Sternbild Zwillinge und verschwindet dann langsam auf seinem Weg zum Krebs vom Abendhimmel.

Jupiter ist zu Beginn des Jahres unsichtbar. Erst am Ende des ersten Quartals wird er langsam als schwacher Morgenstern kurz vor Sonnenaufgang in südöstlicher Richtung wieder sichtbar. Im Verlauf des Jahres wird er immer weiter in die 2. Nachthälfte hineinwandern. Bereits Mitte des Jahres ist er zusammen mit Saturn das dominierende Objekt am Nachthimmel. Man findet ihn im Sternbild Wassermann.

Saturn ist wie sein großer Bruder Jupiter zu Beginn des Jahres unsichtbar. Zusammen mit Jupiter erscheint er langsam in der 2. Märzhälfte am Morgenhimmel in südöstlicher Richtung. Gemeinsam wandern beide Planeten immer weiter in die Nacht hinein, bis sie im August ihren Oppositionspunkt erreichen und dann die ganze Nacht strahlend schön zu beobachten sein werden.

Uranus ist den ganzen Januar und auch noch im Februar in der ersten Nachthälfte zu beobachten – wenn man einen guten Feldstecher oder ein Teleskop besitzt. Mit bloßem Auge ist Uranus (meist) nicht zu entdecken. Am 22. Januar kommt es zu einer Begegnung mit dem Planeten Mars der, gut sichtbar, als Auffindhilfe nützlich sein kann. Uranus befindet sich im Sternbild Widder und wird noch bis Mitte März zu beobachten sein.

Neptun ist mit bloßem Auge nicht beobachtbar. Im Fernglas oder Teleskop ist er als unscheinbarer bläulicher Lichtfleck in der ersten Januarhälfte noch im Sternbild Wassermann zu finden, bevor er sich zum Monatsende  langsam vom Nachthimmel verabschiedet.

Fotos & Bilder: SkyChart/Planetarium Wolfsburg/NASA/ESA


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