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Mondphasen

im aktuellen Quartal

Die Änderung der Gestalt des Mondes am Himmel nennen wir Mondphasen. Wann man welche Mondphase beobachten kann, erklären wir Ihnen im nachfolgenden Text oder zum Beispiel in unseren Veranstaltungen „Der Sternhimmel LIVE erklärt".


Die Mondphasen im Winter 2018

Der Mond ist der größte natürliche Begleiter der Erde und umrundet unseren Planeten in 29,53 Tagen, einem Mondmonat. Mit einem Durchmesser von knapp 3500 km und einem durchschnittlichen Abstand von 384000 km ist es möglich, schon mit bloßem Auge, ein paar Details der Mondoberfläche zu beobachten.

Zunächst fällt aber die sich von Nacht zu Nacht ändernde Form des Mondes auf. Dies bezeichnet man als Mondphasen. Wie die Erde, wird der Mond nur von der Sonne beleuchtet und man sieht das reflektierte Licht. Auf seiner Wanderung um die Erde kann ein erdgebundener Beobachter vom Mond entweder einen Teil der beleuchteten Seite, zum Beispiel den Halbmond, oder die volle beleuchtete Seite, bei Vollmond, sehen. In der Neumondphase blickt man auf die unbeleuchtete Seite des Mondes. In diesem Zeitraum steht der Mond nahe bei der Sonne am Taghimmel. 

Da ein Mondmonat etwas kürzer ist, als die meisten Monate unseres Kalenders, ändern sich die Tage gleicher Mondphasen von Monat zu Monat.

Hier sind die Mondphasen für das aktuelle Quartal angegeben:

 

Vollmond:   02.01.,        -   02.03.,  
Abnehmender Mond:   08.01.,     07.02.,   09.03.,  
Neumond:   17.01.,     15.02.,     17.03.,  
Zunehmender Mond:   31.01.,     23.02.,     24.03.,  
Vollmond:   31.01.,          -    31.03..  

 

Besondere Ereignisse: Verfinsterter blau-blutroter Supermond

In diesem Quartal treten mehrere besondere Ereignisse im Zusammenhang mit dem Mond gleichzeitig auf. Von der Presse wird dies gerne aufgenommen, so dass man Ende Januar viel über den verfinsterten blau-blutroten Supermond lesen wird. Aber was hat es mit diesem sehr seltenen und seltsamen Mond auf sich?  Dahinter verbergen sich astronomische Ereignisse oder Eigenheiten unseres Kalenders, die im ersten Quartal 2018, genauer gesagt am 31. Januar 2018, gleichzeitig auftreten.

Blutmond – Die erste Totale Mondfinsternis 2018

Am 31. Januar findet die erste Totale Mondfinsternis im Jahr 2018 statt. Bei einer Mondfinsternis wandert der Mond, in seiner Vollmondphase, durch den Schatten der Erde und wird dadurch verfinstert. Komplett unbeobachtbar wird der Mond dabei allerdings nicht, denn durch die Erdlufthülle wird Sonnenlicht in das Kernschattengebiet der Erde hinein gebrochen. Dies ist vor allem der rote Anteil des Sonnenlichtes. Der Mond nimmt dadurch bei einer Mondfinsternis eine "blutig"-rote Farbe an.

Leider ist die Mondfinsternis vom 31. Januar von Deutschland aus unbeobachtbar. Sie findet bei uns am Tage statt, so dass der Mond noch unter dem Horizont ist. Das Sichtbarkeitsgebiet erstreckt sich hauptsächlich über den Pazifischen Ozean, den Nordwesten von Nordamerika, Australien, den Osten von Asien und der Arktis.

Die zweite Mondfinsternis 2018 findet in der Nacht vom 27. auf 28. Juli statt, und wird von Deutschland aus zu großen Teilen beobachtbar sein.

Supermond

Mit dem Begriff Supermond ist ein Mond gemeint, welcher während seiner Vollmondphase in Erdnähe ist.  Dies ist in diesem Jahr am 2. und 31. Januar der Fall. Durch seine Nähe zur Erde wirkt der Vollmond bis zu 14 % größer, als wenn er in Erdferne wäre und bis zu 33 % heller. Auch der Gezeitenhub bei einer Springtide wird durch den näheren Vollmond größer. Dies kann allerdings auch während einer "Super"-Neumondphase der Fall sein, wenn der Mond unbeobachtbar ist.

Blauer Mond

Im Januar und im März haben wir "Blue Moon". Blauer Mond bedeutet in diesem Fall allerdings nicht, dass sich der Mond am Himmel blau verfärbt, sondern das zweimal in einem Kalendermonat die Vollmondphase stattfindet. Dies ist selten und tritt ca. alle 33 Monate auf. Die Bezeichnung "Blue Moon" steht vor allem im angelsächsischen Sprachraum für Ereignisse, die sehr selten vorkommen ("Once in a blue moon").  In diesem Jahr ereignet sich sogar ein doppelter "Blue Moon". Sowohl im Januar als auch der Monat März haben jeweils zwei Vollmonde. Im Februar entfällt dafür allerdings die Vollmondphase.

In diesem Jahrhundert findet ein doppelter "Blue Moon" erst wieder im Jahr 2037 bzw. 2094 statt.

Das sich der Mond im wortwörtlichen Sinne blau verfärbt, trat bisher nur bei Großfeuern oder Vulkanausbrüchen auf, wenn Ruß- oder Aschepartikel einer bestimmten Größe in großer Menge in die Atmosphäre gelangen. Eine solche Beobachtung machte man Berichten zur Folge beim Ausbruch des indonesischen Vulkanes Krakatoa, dessen Auswürfe den Mond, in jeder Mondphase, für zwei Jahre lang blau und grün erscheinen ließen.

 

Fotos & Bilder: Planetarium Wolfsburg / NASA, ESA


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