Zum Inhalt springen

Mondphasen

im aktuellen Quartal

Die Änderung der Gestalt des Mondes am Himmel nennen wir Mondphasen. Wann man welche Mondphase beobachten kann, erklären wir Ihnen im nachfolgenden Text oder zum Beispiel in unseren Veranstaltungen „Der Sternhimmel LIVE erklärt".


Die Mondphasen im Frühling & Sommer 2019

Der Mond ist der größte natürliche Begleiter der Erde und umrundet unseren Planeten in 29,53 Tagen, einem Mondmonat. Mit einem Durchmesser von knapp 3500 km und einem durchschnittlichen Abstand von 384000 km ist es möglich, schon mit bloßem Auge, ein paar Details der Mondoberfläche zu beobachten.

Zunächst fällt aber die sich von Nacht zu Nacht ändernde Form des Mondes auf. Dies bezeichnet man als Mondphasen. Wie die Erde, wird der Mond nur von der Sonne beleuchtet und man sieht das reflektierte Licht. Auf seiner Wanderung um die Erde kann ein erdgebundener Beobachter vom Mond entweder einen Teil der beleuchteten Seite, zum Beispiel den Halbmond, oder die volle beleuchtete Seite, bei Vollmond, sehen. In der Neumondphase blickt man auf die unbeleuchtete Seite des Mondes. In diesem Zeitraum steht der Mond nahe bei der Sonne am Taghimmel. 

Da ein Mondmonat etwas kürzer ist, als die meisten Monate unseres Kalenders, ändern sich die Tage gleicher Mondphasen von Monat zu Monat.


Die Mondphasen im Herbst und Winter 2019/2020:

Neumond

28.10.

26.11.

26.12.

24.01.

23.02.

24.03.

Zunehmender Mond

05.10.

04.11.

04.12.

03.01.

02.02.

02.03.

Vollmond

13.10.

12.11.

12.12

10.01.

09.02.

09.03.

Abnehmender Mond

21.10.

19.11.

19.12.

17.01.

15.02.

16.03.

 

Besondere Ereignisse: 

Nachdem uns der Mond in nur 12 Monaten mit gleich drei Finsternissen beglückt hat (am 27.07.2018, 21.01.2019 und am 16.07.2019 (partiell)), wird es erst einmal wieder ruhiger um unseren Trabanten. Totale Mondfinsternisse ereignen sich, über mehrere Jahrhunderte gemittelt, durchschnittlich 70-mal in hundert Jahren. Günstige Bedingungen machen das 21. Jh. allerdings zu einem besonders Finsternis-reichen Jahrhundert (85 totale Mondfinsternisse). Die nächste totale Mondfinsternis findet in Deutschland am 16.05.2022 statt.

Damit es zu einer Mondfinsternis kommt, muss sich der Mond bei Vollmond nahe an den sog. Mondknoten befinden, also den Schnittpunkten der Mondbahn mit der Ekliptikebene (= Ebene der Umlaufbahn der Erde um die Sonne). Von der Erde aus gesehen stehen sich Sonne und Mond dann direkt gegenüber und der Mond wandert durch den Schatten, den die von der Sonne beleuchtete Erde in den Weltraum wirft. Das er sich dabei nicht vollständig verdunkelt, sondern immer noch als rötlich schimmernder „Blutmond“ am nächtlichen Himmel zu bewundern ist, hängt mit Lichtbrechung (Refraktion) in der Atmosphäre der Erde zusammen. Blaue und grüne Anteile des weißen Sonnenlichts werden auf ihrem Weg durch die Atmosphäre stärker gestreut als die langwelligeren roten Anteile. Die mit der Höhe abnehmende Luftdichte bewirkt zusätzlich eine Krümmung einfallender Lichtstrahlen. So erreicht der langwellige rote Sonnenlichtanteil teilweise den Kernschattenbereich der Erde und trifft auf die verdunkelte Mondoberfläche.

Obwohl sich Sonne und Mond zu jeder Vollmondphase von der Erde aus gesehen gegenüberstehen, kommt es nicht jeden Monat zu einer Mondfinsternis. Das hängt damit zusammen, dass die Mondbahn um gut 5° gegenüber der Ekliptik geneigt ist. Dadurch befindet sich der Mond bei Vollmond meist oberhalb oder unterhalb der Ekliptikebene und damit außerhalb des Erdschattens. Nur wenn der Mond bei Vollmond einem seiner beiden Schnittpunkte mit der Ekliptik (die schon erwähnten Mondknoten) nahekommt, kommt es auch zu einer Mondfinsternis.

 

Fotos & Bilder: Planetarium Wolfsburg, NASA, ESA


Das könnte Sie auch interessieren

Der Sternenhimmel LIVE erklärt

Unsere LIVE moderierten Sternenshows bieten Ihnen die Möglichkeit den wunderschönen Planetariums-Sternenhimmel zu genießen, Fragen zu stellen und sich direkt zu astronomischen Themen zu informieren.

Milliarden Sonnen - Eine Reise durch die Galaxis

Die 360°-Planetariumsshow erzählt von der Suche nach den Entfernungen zu den Sternen und dem Verständnis des Weltalls. Das bildgewaltige Programm wurde in Kooperation der Europäischen Weltraumorganisation mit Planetarien aus ganz Europa produziert.