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Der aktuelle Sternenhimmel

im Herbst & Winter 2021/2022

Der Sternenhimmel am 20.11.2021 gegen 22 Uhr

Bildquelle: Planetarium Wolfsburg


Der Sternenhimmel im Herbst 2021 
gegen 23 Uhr MESZ.

Bildquelle: Planetarium Wolfsburg

Der Sternenhimmel
im Herbst 2021

Zu den markantesten Sternbildern des Herbstes gehört der Pegasus. Vier helle Sterne, die den Körper des geflügelten Pferdes der griechischen Mythologie darstellen sollen und annähernd ein Quadrat bilden, werden auch als Herbstviereck bezeichnet, das im Herbst hoch am Himmel, in süd-südwestlicher Richtung zu finden ist.

Allerdings gehören nur drei Sterne des Hebstvierecks zum Pegasus nämlich Algenib, Scheat und Markab. Der Vierte und östlichste Stern Sirrah gehört bereits zum Sternbild der Andromeda, einem der bekanntesten Sternbilder des nördlichen Sternenhimmels.  Im Sternbild Andromeda finden wir bei guten Sichtbedingungen mit bloßem Auge die Nachbargalaxie unserer Milchstraße, die AndromedaGalaxie (M31). Sie ist mit einer Entfernung von 2,5 Millionen Lichtjahren das am weitesten entfernte Objekt, das wir mit bloßem Auge am nächtlichen Sternenhimmel beobachten können und das einzige mit bloßem Auge erkennbare Objekt am Nordhimmel, das nicht Teil unserer Milchstraße ist.

Nahe der Andromeda und hoch über unseren Köpfen fällt jetzt das Sternbild Kassiopeia besonders ins Auge. Seine fünf hellen Hauptsterne bilden ein markantes W (oder M) am Himmel und werden daher auch als „Himmels-W“ bezeichnet. Quer durch das Sternbild erstreckt sich das Band der Milchstraße. In der Kassiopeia befindet sich die nach der Sonne stärkste Radioquelle am Himmel sowie mehrere offene Sternhaufen, die durch ein Teleskop beobachtet werden können.

Tief am östlichen Sternenhimmel finden wir bereits die ersten Vorboten des kommenden Winters. Halbhoch im Osten und quer über dem Band der Milchstraße steht der Fuhrmann, dessen heller Hauptstern Capella zu den hellsten Sternen am Himmel gehört und eigentlich aus zwei Riesensonnen besteht, die sich in 104 Tagen umkreisen.

Etwas weiter südlich steht der Stier. Der auffallend rötliche Stern Aldebaran, ein Roter Riesenstern mit dem 45fachen Sonnendurchmesser, gehört, genau wie Capella, zum noch nicht vollständig sichtbaren Wintersechseck und markiert das Auge des Stiers. In seinem kräftigen Nacken finden wir die Plejaden, eine auffällige Gruppe von etwa 6 – 9 mit bloßem Auge sichtbaren Sternen. Die Plejaden sind ein offener Sternenhaufen in 444 Lichtjahren Entfernung, der eigentlich etwa 1200 Sterne umfasst und dem schon lange vor der Erfindung des Teleskops in vielen Kulturen eine besondere Bedeutung zugeschrieben wurde (z.B. Himmelscheibe von Nebra).

Wann und wo kann ich im Frühling 2021 Planeten finden? Wann ist es wieder Vollmond?


Der Sternenhimmel im Winter 2021 
gegen 23 Uhr MESZ.

Bildquelle: Planetarium Wolfsburg

Der Sternenhimmel
im Winter 2021/2022

Der Winterhimmel erstrahlt mit einigen der schönsten und prominentesten Sternbildern des Fixsternhimmels. Allen voran das Sternbild Orion mit den hellen Sternen Beteigeuze und Rigel und den in einer auffallenden geraden Linie stehenden Gürtelsternen Alnitak, Alnilam und Mintaka.

Orion liegt mitten im wunderschönen Wintersechseck. Es setzt sich aus den jeweils hellsten Sternen der Sternbilder Orion (Rigel), Großer Hund (Sirius), Kleiner Hund (Prokyon), Zwillinge (Pollux und/oder Kastor), Fuhrmann (Capella) und Stier (Aldebaran) zusammen. Zu Beginn der Nacht geht das Wintersechseck tief im Osten auf und ist gegen Mitternacht bereits vollständig am südlichen Sternenhimmel zu bewundern. Sirius, der hellste Stern im Sternbild Großer Hund, ist zugleich der hellste Stern des gesamten Nachthimmels und beinahe doppelt so hell wir der zweithellste Stern Canopus (ein Stern des Südhimmels, der von Mitteleuropa aus nicht zu beobachten ist).

Hoch über unseren Köpfen, nahe dem Zenit, funkelt Perseus, der strahlende Held der Andromeda-Sage. Aus Richtung des Sternbildes Perseus werden wir jedes Jahr um den 12. August mit dem Sternschnuppenschauer der Perseiden beglückt.

 Ganz in Perseus Nähe finden wir weitere Akteure der Andromeda-Sage z.B. Kassiopeia, die auch als „Himmels-W“ bezeichnet wird und die in NW Richtung, mitten im Band der Milchstraße zu finden ist. Die Kassiopeia gehört zu den 48 klassischen Sternbildern der antiken Astronomie und ist als (Himmels-)polnahes Sternbild das ganze Jahr über am nächtlichen Sternenhimmel zu entdecken.

Zu Füßen des Perseus leuchten nicht zu übersehen die Plejaden im Sternbild Stier, auch „Siebengestirn“ genannt. In der griechischen Mythologie waren die Plejaden die Töchter des Titanen Atlas und der Okeanide Pleione. Zahlreiche Geschichten ranken sich um die sieben Schwestern. In einer werden sie vom Jäger Orion über die Ebenen Böotiens verfolgt, bis sie in Tauben verwandelt und als Sternbild an den Himmel versetzt werden.

Gleich daneben funkelt im Stier ein weiterer Sternhaufen, die Hyaden, in dessen Vordergrund der rötliche Aldebaran auffällig leuchtet (der selbst allerdings nicht zu den Hyaden gehört). Das Sternbild Stier gehört zu den ältesten Sternbildern am Nachthimmel und die beiden Sternhaufen Plejaden und Hyaden, zwischen denen die Sonnenbahn, die Ekliptik, hindurch läuft, bilden das sogenannte „Goldene Tor der Ekliptik“.


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