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Der aktuelle Sternenhimmel

im Herbst 2017

Der Blick an den südöstlichen Morgenhimmel am 16. November gegen 6:30 MEZ.  Im Sternbild Jungfrau haben sich die Planeten Mars, Jupiter und Venus versammelt. Auch eine schmale Mondsichel ist kurz vor Sonnenaufgang zu erkennen.


Der Sternenhimmel im Herbst 2017 gegen ca. 22 Uhr MEZ.

Die Sternbilder der Andromeda-Sage beherrschen den herbstlichen Himmel. Nur in dieser Jahreszeit kann man alle Protagonisten dieser Mythe am Nachthimmel wiederfinden.

Im Zentrum steht das Herbst- oder Pegasusviereck. Die drei Sterne, beginnend beim oberen rechten Eckstern und dann im Uhrzeigersinn fortlaufend heißen Scheat, Markab und Algenib. Der Stern der oberen linken Ecke gehört schon zum Sternbild der Andromeda und heißt Sirrah oder Alpheratz. Hier schließt sich die Sternenkette der Andromeda an. Eine junge Königstochter hier zu erkennen, bedarf schon viel Fantasie. Nichtsdestotrotz ist es lohnenswert, diese Konstellation zu kennen, denn hier befindet sich die Andromeda-Galaxie (M 31).

Sie ist das am weitesten entfernte Objekt, welches noch mit bloßen Auge zu erkennen ist. 2,4 Millionen Lichtjahre trennen uns von unserer Nachbargalaxie. Wir beobachten diese Galaxie also so, wie sie vor über 2 Millionen Jahre aussah. Das neblige Fleckchen hat die Ausmaße des Vollmondes, ist aber bei weitem nicht so leuchtstark. 


Tief im Süden sind die eher "wässrigen" Sternbilder zu finden: Fische, Walfisch und der Fluss Eridanus, der aus den Wassern des Sternbildes Wassermann entspringt, haben nicht nur mit dem feuchten Nass zu tun, sondern die Sterne sind auch nicht sehr auffällig. 

Hier können auch im Herbst die nicht mit bloßen Auge sichtbaren Planeten Neptun und Uranus, im Sternbild Wassermann bzw. Fische gefunden werden. Mit einem Teleskop lassen sich die kleinen Planetenscheibchen von den immer punktförmig strahlenden Sternen unterscheiden.

Folgt man weiter dem Tierkreis gelangt man zum Sternbild Widder. Leider besteht das Sternbild hauptsächlich nur aus drei helleren Sternen. Ein gehörntes Tier, welches das goldene Vlies lieferte, dem Jason und seine Argonauten nachjagten, läßt sich nur schwerlich erkennen. 

Beim darauffolgenden Stier ist dies schon anders. Hier kann man tatsächlich den Kopf mit den mächtigen Hörnern erkennen. Der immer frühere Aufgang dieses Sternbildes am Nachthimmel kündigt den Winter an. Orion und die Zwillinge lassen nicht mehr lange auf sich warten.

Auf diesen Links erfahren Sie mehr über die Planetensichtbarkeiten und den Lauf des Mondes im Herbst.

Die Sterne im Herbstviereck

Andromeda-Galaxie

Planet Uranus mit Ringsystem

Fotos & Bilder:  SkyChart / Planetarium Wolfsburg / NASA, ESA


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